zurück

Was macht ein Stadtarchäologe?

Ein Stadtarchäologe erforscht die Geschichte einer Stadt. Besonders aussagekräftig sind Ausgrabungen. Dabei fördern die Stadtarchäologen uralte Gegenstände aus der Erde zurück ans Tageslicht. Bei den ausgebuddelten Fundstücken handelt es sich häufig um unauffällige Alltagsgegenstände – zum Beispiel um Scherben zerbrochener Keramiken. Genau auf solche Alltagsgegenstände haben es die Stadtarchäologen abgesehen. Sie helfen den Wissenschaftlern dabei, das Leben der Menschen vergangener Zeiten zu verstehen.

Hin und wieder kommt es vor, dass wertvolle archäologische Bodenfunde rein zufällig entdeckt werden. Etwa dann, wenn ein Bagger auf der Baustelle eine Baugrube aushebt. Im Falle eines Bodenfundes müssen die Bauarbeiten sofort unterbrochen werden, damit die wertvollen Artefakte in der Erde nicht beschädigt werden. Der Stadtarchäologe freut sich vermutlich über den Zufallsfund ‚ein Loch in den Bauch‘. Das kann man vom betroffenen Bauunternehmen und dem Bauherren meist nicht behaupten. Die schweren Baumaschinen dürfen nämlich erst wieder loslegen, wenn die Denkmalschutzbehörde ihre Erlaubnis erteilt. 

Stadtarchäologie beschäftigt sich nicht nur mit uralten Fundstücken. In manchen Fällen stehen Überreste neueren Datums im Zentrum des Interesses, zum Beispiel aus der Zeit, als in Europa die Weltkriege tobten.

Eine archäologische Ausgrabung mitten in der Stadt
Eine archäologische Ausgrabung mitten in der Stadt

banner_stadtgeschichtchen_artikelseite_groß