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Was kostet ein Wolkenkratzer?

In den Zentren großer Städte sind Bauplätze knapp und dementsprechend teuer. Deshalb wachsen dort die Gebäude in die Höhe. Denn der Grundstückskauf rentiert sich nur dann, wenn die Investoren mit dem Verkauf oder mit der Vermietung möglichst vieler Wohnungen Geld verdienen. Ab einer bestimmten Höhe werden Hochhäuser allerdings so teuer, dass ihr Bau wirtschaftlich unvernünftig ist. Das gilt insbesondere für superhohe (über 300 Meter) und hyperhohe (über 500 Meter) Wolkenkratzer.

Hyperhohe Wolkenkratzer werden gebaut, obwohl sie unrentabel sind. Denn beim Hochhausbau geht es nicht nur um finanziellen Gewinn. Wer Geld und Macht besitzt, der zeigt das am eindrucksvollsten durch ein grandioses Bauwerk. Das ist heute nicht anders als früher. Im Mittelalter wurden prächtige gotische Kathedralen errichtet, um die Gläubigen zu beeindrucken; im Barockzeitalter protzten absolutistische Herrscher mit pompösen Schlössern; heute prahlen der Geldadel und große Konzerne mit überragenden Wolkenkratzern.

Wer einen Wolkenkratzer bauen möchte, der sollte das eine oder andere Milliönchen auf der hohen Kante haben. Der teuerste Gipfelstürmer der Welt steht in New York City: Das One World Trade Centre hat schlappe 3,1 Milliarden Euro gekostet.

Extrem hoch und extrem teuer: das One World Trade Center in New York
Extrem hoch und extrem teuer: das One World Trade Center in New York City

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