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Wie halten Wolkenkratzer starken Winden stand?

Wenn ihr auf einen Berg steigt, dann stellt ihr fest, dass der Wind in der Höhe stärker bläst als unten im Tal. Und wenn ihr bei stürmischem Wetter einen Regenschirm öffnet, dann zerreißt ihn der Wind – oder ihr könnt euch kaum auf den Beinen halten. Die Kraft des Sturms lässt aber augenblicklich nach, sobald ihr den Schirm wieder zusammenfaltet. Was hat das mit Wolkenkratzern zu tun? Eine ganze Menge! Je höher ein Gebäude in den Himmel wächst, desto stärker bläst der Wind gegen die oberen Stockwerke. Extrem hohe Gebäude, wie der Willis Tower in Chicago, werden deshalb nach oben hin immer schlanker konstruiert – genau wie ein zusammengeklappter Regenschirm. Die schlanke Bauweise gewährleistet auch in den oberen Stockwerken einen möglichst geringen Luftwiderstand.

Starke Luftzüge können nicht nur im Wolkenkratzer selbst zur Herausforderung werden, sondern auch in seiner Umgebung. Wenn der Wind auf ein hohes Gebäude trifft, dann wird er nach unten abgelenkt und fällt quasi in die Tiefe. Diese Fallwinde können so stark werden, dass man sich in der Nähe eines Wolkenkratzers kaum aufhalten kann.

Starke Winde, die auf einen Wolkenkratzer einwirken, stellen auch für Bauarbeiter und Fassadenreiniger, die in schwindelerregender Höhe arbeiten müssen, eine ständige Bedrohung dar.

Wird nach oben immer dünner: der Willis Tower in Chicago
Wird nach oben immer dünner: der Willis Tower in Chicago

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