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Was sind fossile Brennstoffe?

Bei Ausgrabungen fördern Wissenschaftler Zeugnisse längst vergangener Zeiten zutage: Jahrmillionen alte Fossilien (lateinisch: fossilis = ausgegraben) von Tieren und Pflanzen. Vielleicht habt ihr schon das Fossil eines Dinosauriers im Museum gesehen. Die Überreste uralter Lebewesen wurden im Laufe der Zeit zu Fossilien aus Stein und überdauerten bis heute.

Es versteinerten nicht nur Dinosaurier, die Riesen der Urzeit, sondern auch winzige Lebewesen, etwa Algen und Plankton. Algen und Plankton bestehen wie alle Organismen aus Kohlenstoff und Kohlenstoffverbindungen. Zur Zeit der Saurier sanken ihre toten Hüllen in unvorstellbar großer Zahl auf den Meeresgrund und wurden nach und nach unter Schichten von Sand und Ton begraben. Luftdicht eingeschlossen und unter hohem Druck begann allmählich der Versteinerungsprozess. Zusammen mit den Algen und dem Plankton wurde auch Sauerstoff eingeschlossen. Er bewirkte die Bildung von Faulschlamm, der sich wiederum in Erdöl verwandelte.

Erdöl ist ein Fossil, und es ist brennbar: ein fossiler Brennstoff.  Logisch, oder? Das Erdöl, das heute unsere Autos antreibt, unsere Wohnungen beheizt und unsere Luft verschmutzt, ist ungefähr 160 Millionen Jahre alt. Man muss tief bohren, wenn man es erreichen will. Die meisten Erdöllager befinden sich hunderte oder tausende Meter unter der Erde.

Übrigens: Außer Erdöl gibt es noch andere fossile Brennstoffe: Erdgas und Steinkohle.

Eine Pumpe fördert Erdöl nach Jahrmillionen ans Tageslicht
Eine Pumpe fördert  Millionen Jahre altes Erdöl

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