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Gibt es Wasser in der Sahara?

Wenn ihr an die Sahara denkt, erscheinen vermutlich Bilder endloser Sanddünen vor eurem inneren Auge. Tatsächlich aber bedeckt Sand nur ein Fünftel der größten Wüste der Welt. Weiträumig erstrecken sich stattdessen Flächen mit Kies, Geröll, Steinen und Felsen. Überwiegend trocken ist es in der Sahara allerdings überall. Kaum eine Wolke erreicht je das Wüstengebiet – die meisten Wolken regnen sich weiter südlich in den Tropen oder weiter nördlich an der Mittelmeerküste ab. Trotzdem ist die Sahara nicht überall dürr und öde

Der Fluss Nil schlängelt sich wie ein grünes Band durch die Sahara. Das Wasser des Nils löscht seit Jahrtausenden den Durst von Menschen, Tieren und Pflanzen. An anderen Stellen findet sich Grundwasser, das unterirdisch aus weit entfernten Gebirgen bis in die Wüste fließt. Mancherorts ist das Grundwasser schon sehr alt; es stammt aus einer Zeit, zu der es in der Sahara noch geregnet hat. Mit zunehmender Desertifikation wurde der Wasserkreislauf irgendwann unterbrochen. Seither ruht das uralte Nass tief im Wüstenboden.

Das letzte Mal grünte die Sahara vor 7.500 Jahren, in der Steinzeit. Das belegen uralte Pollen von Pflanzen, die im Erdreich nachgewiesen werden können. Damals streiften Elefanten, Nashörner und Antilopen durch eine fruchtbare Savanne.

Eine Oase am ägyptischen Fayum See
Sogar in der trockenen Sahara kann man Oasen finden

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