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Warum gibt es Flusshochwasser?

Starke Regenfälle und Schneeschmelzen bewirken seit Urzeiten, dass Flüsse zeitweise über die Ufer treten und die anliegenden Landstriche überschwemmen. Die Folgen von Flusshochwasser waren in der Vergangenheit aber meist weniger verheerend als heute. Das liegt vor allem daran, dass ehemals kurvenreiche Flüsse in schnurgerade Schifffahrtsstraßen umgewandelt wurden, in denen der Strom deutlich schneller fließt.

Früher gab es natürliche Flussauen, in denen sich Hochwasser ausbreiten konnte, ohne großen Schaden anzurichten. Die Bauern hießen saisonale Überschwemmungen sogar willkommen, weil sie fruchtbaren Schlamm auf die Felder spülten. Heute sind Auen weitgehend verschwunden. Begradigte Flussläufe und enge Kanäle können außerordentliche Wassermassen nicht mehr aufnehmen. Überschwemmungen verursachen in bebauten Gebieten große Schäden.

Katastrophal wirkt sich Flusshochwasser in Städten aus. Dort können Überschwemmungen lebensgefährlich sein – und nicht nur, weil Menschen ertrinken können. Oh nein! Das Hochwasser vermischt sich mit allen möglichen giftigen Flüssigkeiten, die in Gebäuden gelagert werden: Heizöl, Anstrichfarbe, Chemikalien – und natürlich mit dem stinkenden Abwasser, das nicht mehr durch die Wasserabläufe abfließen kann, weil die Wasserrohre übervoll sind.

In Zukunft wird es immer mehr Flusshochwasser geben. Klimaforscher haben festgestellt, dass extreme Unwetter eine Folge des Klimawandels sind. Auf der Erde wird es immer wärmer. Dadurch verdunstet mehr Wasser aus den Flüssen und Meeren, das wieder abregnet. Der Regen sammelt sich wiederum in den Flüssen. Die Flüsse laufen über, wenn sie kein Wasser mehr aufnehmen können.

Gefährlich: Flusshochwasser in der Stadt
Gefährlich: Flusshochwasser in der Stadt

 

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