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Was heißt Desertifikation?

Wenn sich Wüsten ausbreiten, dann nennen das die Wissenschaftler Desertifikation (lateinisch: desertum = wüst,  facere = machen). Ein Grund liegt im Klimawandel. Die Siedler und Nomaden, die an den Wüstenrändern leben, sind durch die Desertifikation unmittelbar bedroht. Sie verlieren ihre Heimat und ihre Lebensgrundlage, wenn das wenige fruchtbare Land verödet.  

Die ansässigen Menschen tragen ihren Teil zur Desertifikation bei. Auf der Suche nach Brennholz holzen sie ganze Buschwälder ab. Ihre Weidetiere grasen die wenigen Gewächse am Wüstenrand meist schneller ab, als die empfindlichen Pflanzen nachwachsen können. Dabei schützen Pflanzen am besten gegen die Wüstenbildung. Ihre Wurzeln speichern das knappe Wüstenwasser und geben der Erde festen Halt. Ohne Pflanzen trocknet der Boden aus. Der Wind bläst die fruchtbare obere Erdschicht unwiederbringlich davon.

Die Einheimischen geben sich der Wüste nicht einfach geschlagen. Seit langem gibt es Bemühungen, die Desertifikation aufzuhalten, indem neue Bäume und Sträucher gepflanzt werden. Das ist dringend notwendig. Sonst begraben die Wüsten früher oder später ganze Städte unter ihren Sand- und Geröllmassen.

Dieser Baum hat den Kampf gegen die Wüste verloren
Dieser Baum hat den Kampf gegen die Wüste verloren

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