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Welche Probleme haben die Einwohner einer geteilten Stadt?

Manche Städte sind durch Mauern, Zäune und Wachtürme in zwei Gebiete geteilt. In einer geteilten Stadt können die Einwohner meist nur mit Mühe auf die jeweils andere Seite gelangen. Für den Alltag der Menschen birgt die Teilung schwerwiegende Folgen.

Jerusalem, die Hauptstadt Israels, ist eine geteilte Stadt. Dort soll eine Sperranlage dazu beitragen, dass sich der Nahostkonflikt beruhigt. Mauern, Zäune und Wachtürme teilen Jerusalem in einen israelischen Westteil und in einen palästinensischen Ostteil. Die Grenze wird vom israelischen Militär kontrolliert und kann nur an wenigen Stellen passiert werden.

An den schwer bewachten Grenzübergängen ertappen die israelischen Soldaten bisweilen Kämpfer der Gegenseite, die Schlimmes im Schilde führen. Hochgefährlich sind potentielle Attentäter. Sie stiften Angst und Unruhe, Tod und Verderben, indem sie wahllos Menschen umbringen. Einige sprengen sich dafür sogar selbst in die Luft. Seitdem die Sperranlage fertig ist, fallen weniger Israelis Anschlägen zum Opfer als zuvor.

Gegen Misstrauen und Hass hilft die Sperranlage aber nicht – ganz im Gegenteil. Hinter den Mauern und Zäunen gedeiht der Argwohn gegenüber dem ‚unsichtbaren‘ Nachbarn auf beiden Seiten stärker als zuvor. Mitunter wächst sogar die Wut von jenen, die den Streitereien bislang eher teilnahmslos gegenüberstanden. Denn die Sperranlage trennt nicht nur Feinde von Feinden, sondern auch Eltern von ihren Kindern, Freunde von ihren Freunden, Geschäfte von ihren Kunden, Schüler von ihren Lehrern – und auch die Müllabfuhr von überquellenden Mülleimern.

Schaffen oft Wut und Misstrauen: geteilte Städte
Mauern schaffen nicht nur Sicherheit, sondern auch Wut und Misstrauen
Wenn die Müllabfuhr nicht mehr kommt...
Mauern verhindern manchmal auch, dass der Müll abgeholt werden kann

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