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Warum wird Israel durch eine Sperranlage getrennt?

Zwischen Israel, in dem mehrheitlich Juden aus aller Welt leben, und dem Westjordanland, in dem vorwiegend arabische Palästinenser zuhause sind, verläuft eine etwa 760 Kilometer lange Sperranlage. Sie wurde gebaut, um den Nahostkonflikt in den Griff zu bekommen. Das Bauwerk teilt Städte und spaltet die Mernschen die in ihnen leben.

Die längste Strecke der israelischen Sperranlage besteht aus einem hohen Metallzaun, der mit Stacheldrähten, Gräben, Bewegungsmeldern und einem Patrouillenweg für Wachsoldaten ausgestattet ist. Auf einer Bahn mit geharktem Sand hinterlassen unerwünschte Grenzgänger ihre Spuren. Unerlaubte Grenzübertritte sind daher leicht zu entdecken. Der Metallzaun steht in der Mitte eines 70 Meter breiten Streifens. Auf diesem Streifen darf nichts gebaut werden, damit die Beobachtungsposten stets ungehinderte Sicht haben. Mancherorts reicht der Platz für solch eine breit angelegte Sperranlage nicht aus. Dort wachsen die Barrieren stattdessen in die Höhe. In der israelischen Hauptstadt Jerusalem stehen bis zu acht Meter hohe Mauern aus Stahlbeton, die nur von einzelnen Toranlagen unterbrochen werden.

In Deutschland gab es bis 1989 eine Sperranlage. Sie trennte die Bundesrepublik Deutschland (BRD) von der Deutschen Demokratischen Republik (DDR). Sie wurde als eiserner Vorhang bezeichnet. Auch eine Mauer gab es – in Berlin. Die Berliner Mauer ist zum Glück Geschichte. Auch die Mauer in Jerusalem wird hoffentlich nicht ewig stehen bleiben.

Trennt Feinde und Freunde: die Sperranlage in Israel
Trennt Nachbarn und Feinde: die Sperranlage in Israel
Bis 1989 teilte eine Mauer Berlin
Bis 1989 teilte eine Mauer Berlin

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