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Was ist ein Bürgerkrieg?

Heutzutage kommt es nur noch recht selten vor, dass ein Staat einem anderen offiziell den Krieg erklärt. In den meisten bewaffneten Auseinandersetzungen kämpfen Landsleute gegeneinander. Dann zum Beispiel, wenn eine Rebellengruppe die bestehenden Machtverhältnisse mit Waffengewalt verändern möchte. Ein Krieg zwischen den Bürgern eines Staates nennt man Bürgerkrieg.

In einem Bürgerkrieg tun sich die Kämpfer der verfeindeten Gruppen nicht nur gegenseitig Gewalt an. Leidtragend ist auch immer die Zivilbevölkerung. Am schlimmsten trifft es meist Kinder, Frauen, Kranke, Behinderte und Alte. Sie können sich gegen die bewaffneten Truppen nicht zur Wehr setzen. Oft bleibt ihnen nur die Flucht über die nächste Landesgrenze. Im Nachbarland angekommen, haben die Flüchtlinge noch einen weiten Weg vor sich. Die meisten Flüchtlingslager liegen mindestens 100 Kilometer von der Grenze entfernt – aus Sicherheitsgründen, denn der Krieg macht nicht immer an der Grenze halt.