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Wann fuhr in Deutschland die erste Dampflok?

Die erste Dampflok, die in Deutschland unterwegs war, trug den stolzen Namen „Adler“. Zwischen 1835 und 1857 transportierte der „Adler“ Passagiere von Nürnberg nach Fürth. Ein Engländer sorgte im Führerstand dafür, dass das Gefährt auf seiner sechs Kilometer langen Strecke nicht aus der Spur geriet. Denn in Deutschland gab es noch keine eigenen Lokomotivführer.

Die Begeisterung für die Eisenbahn hielt sich anfangs in engen Grenzen. Viele Menschen fürchteten sich vor dieser qualmenden, fauchenden Höllenmaschine. Selbst Ärzte rätselten, ob der menschliche Körper ein Tempo von 65 Kilometern pro Stunde unbeschadet überstehen könnte. Schließlich war man nie zuvor so schnell gereist. Vorsichtshalber wurde die Reisegeschwindigkeit des Adlers auf 24–28 Stundenkilometer beschränkt.

Mit der Zeit legten die Menschen ihre Vorbehalte gegenüber der Eisenbahn ab und lernten sie als zuverlässiges und zeitsparendes Fortbewegungsmittel zu schätzen. Bald verbanden Eisenbahnschienen alle größeren deutschen Städte. Die neu gebauten Bahnhöfe wurden immer größer und prächtiger – ganz so, als wollten sich die Städte gegenseitig übertrumpfen.

Übrigens: ohne die Erfindung der Dampfmaschine hätte es keine Eisenbahn gegeben.

So sah die erste deutsche Lokomotive aus
So sah die erste deutsche Lokomotive aus

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