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Wann wurden die Menschen sesshaft?

Wenn eine Person oder eine Gruppe sesshaft wird, dann erwählt sie einen Ort zu ihrem dauerhaften Lebensmittelpunkt. Im Gegensatz dazu ziehen Nomaden stets durch die Gegend und leben mal hier, mal dort. In den Gebieten des heutigen Deutschlands wurden die meisten Menschen in der Jungsteinzeit sesshaft – vor etwa 7.000 Jahren.

Eine Ansiedlung setzte voraus, dass es ausreichend Wasser und Nahrung an diesem Ort gab, damit sich die Siedler langfristig versorgen konnten. Die Selbstversorgung wurde erst möglich, als die Menschen den Ackerbau einführten. Sie beobachteten, dass man eine gute Handvoll Körner ernten kann, wenn man im Vorjahr ein einziges Korn in den Boden gepflanzt hat. Mit Beginn der Viehzucht hielten die jungsteinzeitlichen Siedler auch Nutztiere und brauchten keine Wildtiere mehr zu jagen. Außerdem kamen sie in den Genuss von Tiermilch, den sie anfangs allerdings gar nicht zu schätzen wussten.

In der Jungsteinzeit stellte es eine Herausforderung dar, ein Stück Land zu finden, das sich für die Niederlassung eignete. Für Siedlungen, Weiden und Äcker wurden große Freiflächen benötigt. Solche Flächen aber waren in den waldreichen Regionen des heutigen Deutschlands rar. Oft mussten sich Neusiedler zunächst als Holzfäller betätigen und Platz schaffen. Wälder wurden gerodet. Da die Siedler ohnehin eine Menge Holz verbrauchten, um ihre Behausungen zu bauen und um Feuer zu machen, dürften sie sich daran nicht allzu sehr gestört haben.

Machte die Sesshaftwerdung erst möglich: der Ackerbau
Machte ein sesshaftes Leben erst möglich: der Ackerbau
Werden sesshaft: Menschen in der Jungsteinzeit
In der Jungsteinzeit wurden Nomaden zu Siedlern

 

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