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Warum herrschte nach dem Zweiten Weltkrieg Mangel in den Städten?

Zahlreiche Fabriken, die vor dem Zweiten Weltkrieg Waren für den Alltag herstellten, produzierten während des Krieges Waffen und Munition. Die gegnerischen Mächte wollten den Einsatz des Kriegsgeräts verhindern und zerstörten die Produktionsstätten. Nach dem Krieg lagen demzufolge viele Fabriken in Trümmern. Die Überlebenden konnten nicht mehr genügend Produkte für den täglichen Bedarf herstellen.

Auf dem Land ging es den Menschen in der Nachkriegszeit vergleichsweise gut. Die Landbevölkerung blieb im Stande, sich mit dem Lebensnotwendigen selbst zu versorgen; mit Nahrung, Brennholz und Wolle zum Beispiel. Die Stadtbevölkerung dagegen war auf Erzeugnisse der Fabriken angewiesen, welche es nun kaum noch in den Geschäften zu kaufen gab. Um der ärgsten Not zu entgehen, flohen viele Städter zu Verwandten oder Freunden aufs Land. Einige waren schon während des Krieges fortgezogen, um den verheerenden Bombenangriffen zu entkommen.

In den Städten trugen Trümmerfrauen die Überreste zerstörter Gebäude ab. Auf den freigeräumten Flächen bauten die hungrigen Städter Obst und Gemüse an. Mitten in den zerstörten Städten entstanden Beete, Gärtchen und Äcker.

Auch im schlimmsten Mangel der Nachkriegszeit konnte man beinahe alles kaufen – allerdings war das meiste sehr, sehr teuer. Wer es sich leisten konnte oder keine andere Wahl hatte, der ging auf einen Schwarzmarkt. Die Kinder freuten sich, wenn sie von den fremden Soldaten Sachen geschenkt bekamen, die es sonst nur auf  Schwarzmärkten zu kaufen gab – Schokolade zum Beispiel.

Manchmal unbezahlbar: ein Laib Brot
In Zeiten des Mangels fast unbezahlbar: ein Laib Brot
In der Nachkriegszeit ein willkommenes Geschenk : Schokolade
In der Nachkriegszeit ein willkommenes Geschenk: Schokolade

 

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