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Warum trieb die Reformation einen Keil zwischen die deutschen Städte?

Vor 400 Jahren spaltete sich die Christenheit in zwei Lager auf. Auf der einen Seite stand die katholische Kirche, die dem Papst in Rom folgte. Auf der anderen Seite standen die Protestanten, die der Reformation Martin Luthers zugetan waren.

Die katholische Kirche wurde vom mächtigen Kaiser unterstützt. Auch unter den Protestanten gab es einflussreiche Männer, sogar Könige waren darunter. Beide Seiten waren fest davon überzeugt, dass ihre Auslegung eines gottgefälligen Lebens die einzig richtige sei. Die Meinungsverschiedenheiten zwischen den christlichen Konfessionen führten zu Spott und Streit – und später zum katastrophalen 30-jährigen Krieg, in dem noch so einige andere Machtfragen mitspielten.

Die Reformation trieb im Laufe der Zeit auch einen Keil zwischen die deutschen Städte. Viele Städte standen entweder der katholischen oder der protestantischen Sache nahe. Sie fanden also die Reformation entweder gut oder schlecht und wurden aufgrund ihrer Parteilichkeit in Religionskriege hineingezogen, belagert, geplündert und magdeburgisiert. Es gab auch Städte, die von den Unruhen profitierten. Hamburg verdiente sich mit dem Handel von Kriegsgütern eine goldene Nase. In Oldenburg gingen Schlachtrösser weg wie warme Semmeln.

Ziel protestantischen Spotts: ein katholischer Mönch als Sackpfeife des Teufels
Ziel protestantischen Spotts: ein katholischer Mönch als Sackpfeife des Teufels

 

 

 

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