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Warum veränderten Kanonen im 16. Jahrhundert die Städte?

Als Kriegswaffen kamen in der frühen Neuzeit Kanonen zum Einsatz. Das waren die modernsten Waffen in dieser Epoche. Ihre Feuerkraft stellte die althergebrachten Verteidigungsstrategien der Städte auf den Kopf. Bis dahin konnten sich die Stadtbewohner bei einer Belagerung hinter meterhohen Stadtmauern einigermaßen sicher vor den Angreifern fühlen. Der Wucht der schweren Kanonenkugeln dagegen konnten die mittelalterlichen Befestigungsanlagen nicht lange standhalten.

Kanonen veränderten das Aussehen der Städte. Sie zerstörten alte Bauwerke und schufen gewaltsam Platz für Neues. Es kam sogar vor, dass ganze Städte ausgelöscht wurden und neu errichtet werden mussten – zum Beispiel Magdeburg während des 30-jährigen Krieges. Die Bedrohung durch die Kanonen führte in vielen Städten zum Bau neuer Stadtmauern, die aus der Vogelperspektive mit ihren spitzen Bastionen fast wie Sterne aussahen.

Die Zarenkanone in Moskau hat nie einen Schuss abgegeben
Die riesige Zarenkanone in Moskau hat nie einen Schuss abgegeben
Sternengleich: der Stadtplan von Palma Nova
Sternengleich: Die Stadtmauer von Palma Nova

 

 

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