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Warum wurde im Mittelalter so viel Bier getrunken?

Wenn man schmutziges Wasser trinkt, dann kann man davon krank werden. Das wussten bereits die Menschen im Mittelalter. Beim Brauen von Bier wurden Krankheitserreger abgetötet, die sich im Wasser befanden. Am Ende war das Gebräu wahrscheinlich nicht allzu schmackhaft. Dafür war es aber nahrhaft, kräftigend und gesundheitlich weit weniger bedenklich als Wasser. Im Mittelalter tranken die Menschen also Bier weniger um des Geschmacks willen und weniger, um sich zu berauschen, sondern weil Bier so gesund war.

Sogar Kindern gab man im Mittelalter Bier zu trinken. Frisches Bier enthielt kaum Alkohol und war gut bekömmlich. Im Laufe der Zeit gärte Bier aber weiter und entwickelte mehr und mehr  Alkohol. Stellt euch einen Kaufmann vor, der sich mit einem Vorrat frisch gebrauten Leichtbiers auf den Handelsweg begab. Wenn er regelmäßig seinen Durst stillte, muss er am Ende seiner Reise recht beschwipst gewesen sein.

Nicht immer lecker aber dafür gesund: Bier im Mittelalter
Nicht immer lecker, aber dafür gesund: Bier im Mittelalter

 

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