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Warum wurde nach dem Zweiten Weltkrieg der Wohnraum knapp?

In den ersten Jahren des Zweiten Weltkriegs blieb Deutschland von Zerstörungen weitgehend verschont. Die Schlachten fanden in weiter Ferne statt. Das änderte sich 1942 drastisch. Zunächst England und wenig später die USA beschlossen, schwere Bombenangriffe auf deutsche Städte zu fliegen. Ergebnis: Nach Kriegsende gab es jede vierte Wohnung in Deutschland nicht mehr. Nochmals genauso viele Wohnungen waren erheblich beschädigt und konnten nicht mehr genutzt werden. Insgesamt gingen in den Städten ungefähr 8 Millionen Wohnungen verloren.

Viele Obdachlose wussten nicht, wo sie bleiben sollten. An allen Ecken und Enden fehlte Wohnraum. Wer Glück hatte, der kam bei Freunden oder Verwandten unter. Weniger Glückliche harrten in den Ruinen aus. Das wurde aber bald verboten, da häufig schwer beschädigte Wohnhäuser zusammenstürzten und die Menschen unter sich begruben.

In den ersten Jahren der Nachkriegszeit wurde die Wohnungsnot immer größer. Zum einen, weil Millionen ehemalige Soldaten aus dem Krieg heimkehrten und anstelle ihres Zuhauses Ruinen vorfanden. Zum anderen, weil unzählige Flüchtlinge aus den ehemals deutschen Ostgebieten in den Westen zogen, um ein neues Leben anzufangen.

Die Wohnungsnot ließ erst nach, als  die Aufräumarbeiten beeindigt waren und der Wiederaufbau langsam, aber sicher Fahrt aufnahm.

Wohnungsnot: nach dem zweiten Weltkrieg sind viele Häuser zerstört
Wohnungsnot: nach dem Zweiten Weltkrieg lagen viele Häuser in Schutt und Asche
Kriegsflüchtlinge suchen eine Bleibe
Kriegsflüchtlinge suchen eine Bleibe

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