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Warum wurden im Zweiten Weltkrieg Städte bombardiert?

Im Zweiten Weltkrieg wurden Fliegerbomber eingesetzt, um den Gegner hinter den feindlichen Linien in seinem Gebiet zu treffen. Anfangs richteten sich die Bombenangriffe hauptsächlich gegen militärische Ziele. Waffenfabriken, Munitionsfabriken, Treibstofflager, Seehäfen, Flughäfen und Bahnhöfe wurden zerstört, um den Feind zu schwächen.

In den letzten Kriegsjahren dagegen wurden zunehmend auch zivile Ziele bombardiert, die keine direkte militärische Bedrohung darstellten. Die Bombardierung städtischer Wohngebiete sollte die Bevölkerung in Angst und Schrecken versetzen, damit die Leidgeprüften ihre Regierung zur Beendigung der Kampfhandlungen aufforderten. Diese Rechnung ging nur bedingt auf. Nichtsdestotrotz wurden unzählige, vormals blühende Städte in Schutt und Asche gelegt.

Ein verheerender Bombenangriff traf die Stadt Hamburg. In einer einzigen Bombennacht starben fast 35.000 Menschen. Nur jedes achte Gebäude überstand den Angriff ohne größere Schäden. Auch andere Großstädte wie Dresden, Köln, Berlin, das serbische Belgrad, das polnische Warschau, das niederländische Rotterdam und das russische Moskau wurden schwer getroffen. Deshalb findet ihr in diesen Städten nur noch wenige Gebäude aus der Vorkriegszeit.

Ein Bombenangriff im zweiten Weltkrieg
Ein Bombenangriff im Zweiten Weltkrieg
Eine Narbe mitten in Berlin: die zerbombte Gedächtniskirche
Die zerbombte Gedächtniskirche mitten in Berlin

 

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