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Was ist die frühe Neuzeit?

Die frühe Neuzeit ist ein Zeitalter, das etwa 300 Jahre lang dauerte. Es begann mit dem Ende des Mittelalters um 1500 und endete mit der französischen Revolution im Jahre 1789. In dieser Zeit veränderte sich die Welt grundlegend. Der Amerikafahrt von Christoph Kolumbus folgten weitere Entdeckungsreisen an alle Enden der Erde. Kolonien auf anderen Erdteilen wurden gegründet und geplündert. Die Forderungen Martin Luthers entzweiten die Christenheit Europas und lösten die Reformation aus. Der Religionsstreit führte letztendlich zum katastrophalen Dreißigährigen Krieg, der Millionen Menschen das Leben kostete und etliche Städte in Schutt und Asche legte.

Die frühe Neuzeit war die Zeit der starken Könige. Seit dem 16. Jahrhundert gewannen die Herrscher der europäischen Völker zunehmend an Macht, die sie schließlich mit niemanden mehr teilten. Von dieser Machtfülle zeugen heute noch ehemalige Residenzstädte mit prunkvollen Barockschlössern. Die ungezügelte Macht der absolutistischen Herrscher dauerte nicht allzu lange an. Ende des 18. Jahrhunderts ließ das französische Volk seiner Wut gegen König und Adel freien Lauf. Unzählige Edelleute landeten auf der Guillotine und verloren während der französischen Revolution ihren Kopf.

Die frühe Neuzeit erscheint uns heute grausam und ungerecht. Doch Gelehrte und Künstler sinnierten zunehmend über Tugenden wie Güte, Mitgefühl und Freundlichkeit. Der Mensch sollte tüchtig sein und seine Fähigkeiten entfalten können. Anders als im Mittelalter stand der einzelne Mensch im Zentrum des Interesses. Dieser Philosophie gab der Württemberger Friedrich Immanuel Niethammer einen Namen: Humanismus (lateinisch: humanus = menschlich).

Steht seid der frühen Neuzeit im Mittelpunkt des Interesses: der einzelne Mensch
Steht seit der frühen Neuzeit im Mittelpunkt des Interesses: der einzelne Mensch

 

 

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