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Was ist die Reformation?

Zu Beginn der frühen Neuzeit ging es in der Kirche nicht so christlich zu, wie es im ausgehenden Mittelalter zum Beispiel von Bettelorden gefordert wurde. Es hatte den Anschein, als seien offiziellen Kirchenmännern protzige Bauwerke und weltliche Macht weit wichtiger als das Seelenheil der Gläubigen. Gegen die ‚unchristlichen‘ Zustände in der Kirche protestierte im 16. Jahrhundert ein Bettelmönch namens Martin Luther. Er wollte die Kirche erneuern und die herrschenden Missstände beseitigen.

Vor allem Ablassbriefe waren Luther ein Dorn im Auge. Sie versprachen den Gläubigen, dass sie für ihre Sünden nicht so lange im Fegefeuer zu schmoren brauchten, weil sie dafür der Kirche einen Teil ihres Geldes abgegeben hatten. Luther formulierte 95 Leitsätze, mit denen er zu beweisen gedachte, dass der Austausch Geld gegen Sündenstrafen dem christlichen Glauben zutiefst widerspricht: die berühmten 95 Thesen!

Mit seinen 95 Thesen löste Martin Luther die Reformation (lateinisch: reformatio = erneuern) aus. Die Reformation spaltete das westeuropäische Christentum in verschiedene Konfessionen auf (römisch-katholisch, lutherisch, reformiert). Die jeweiligen Anhänger befanden Luthers Erneuerungsideen für mehr oder weniger überzeugend. Als Gegenentwurf zum papsttreuen Katholizismus verbreiteten sich die protestantischen Kirchen in weiten Teilen Europas und später auf der ganzen Welt.

Mehrwissenwoller finden auf religion-entdecken.de viele spannende Infos über die Reformation.

Reichlich Lesestoff: Luthers 95 Thesen am Eingang der Schlosskirche in Wittenberg
Reichlich Lesestoff: Luthers 95 Thesen am Eingang der Schlosskirche in Wittenberg

 

 

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