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Was ist die Steinzeit?

Die Steinzeit ist das früheste Zeitalter in der Menschheitsgeschichte. Sie währte deutlich länger als sämtliche übrigen Zeitalter zusammen: fast drei Millionen Jahre! Da die Steinzeit einen so außerordentlich langen Zeitraum umfasst, unterteilen die Wissenschaftler die Ära in mehrere Abschnitte: in die Altsteinzeit, die Mittelsteinzeit und die Jungsteinzeit.

 

Leben in der Altsteinzeit
Leben in der Altsteinzeit

Die Altsteinzeit begann vor etwa 2,5 Millionen Jahren in Afrika. Es vergingen sage und schreibe zwei Millionen Jahre. Dann erst kamen Menschen nach einer epochalen Wanderschaft in Mitteleuropa an. Die ersten Mitteleuropäer gehörten Menschengattungen an, die längst ausgestorben sind, wie die Neandertaler. Unsere entfernten damaligen Verwandten waren bereits recht clever. Sie konnten Steinwerkzeuge herstellen und Feuer machen. Unsere direkten Vorfahren tauchten erst vor etwa 40.000 Jahren in den Gebieten des heutigen Deutschlands auf. Sie mussten sich ihre neue Heimat mit den Neandertalern teilen. Da es in der Altsteinzeit aber insgesamt nur einige wenige Menschen gab, liefen sich die Gruppen vermutlich nicht allzu oft über den Weg. Am Ende der Altsteinzeit, vor ungefähr 12.000 Jahren, war von allen Menschenarten nur noch unsere eigene übriggeblieben. Erst viel später erhielt sie den Namen, unter dem wir sie heute kennen: Homo sapiens (lateinisch: verstehender Mensch). Die Kultur des Homo sapiens war bereits weit entwickelt. Das beweisen Kunstwerke, Musikinstrumente und Gräber, die in unserer Zeit wiedergefunden wurden.

Die Mittelsteinzeit begann in Mitteleuropa um etwa 9.600 vor Christus. Die letzte große Eiszeit ging zu Ende. Die Menschen empfanden das mildere Klima sicherlich als recht angenehm. Es stellte sie jedoch auch vor neue Herausforderungen. Große Beutetiere wie das Mammut starben aus, weil sie mit den wärmeren Lebensbedingungen nicht zurechtkamen. Die steigenden Temperaturen ließen Pflanzen schneller gedeihen als zuvor. Darüber dürften sich Sammler gefreut haben, die nun eine weitaus größere Auswahl an Obst, Beeren, Wurzeln und Wildgräsern vorfanden. Jäger dagegen hatten mit dem ungewohnten Wildwuchs zunächst sicher ihre liebe Not. In den rasch wachsenden Wäldern der Mittelsteinzeit gestaltete sich die Jagd deutlich unübersichtlicher und schwieriger als in den kahlen Steppen der Eiszeit.

 

Leben in der Jungsteinzeit
Leben in der Jungsteinzeit

Um 5.500 vor Christus begann die Jungsteinzeit. In dieser Epoche wurden die jagenden und sammelnden Nomaden Mitteleuropas zu sesshaften Ackerbauern und Viehzüchtern. Von der Schaffenskraft jungsteinzeitlicher Menschen zeugen heute noch beeindruckende Bauwerke: faszinierend sind die tonnenschweren, geheimnisvollen MegalitheVor etwa 4.200 Jahren ging die Steinzeit zu Ende. Die Menschen lernten, Werkzeuge und Waffen aus Metallen zu fertigen. Das Metallzeitalter begann.

 

 

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