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Was ist ein Barockschloss?

Im Laufe der frühen Neuzeit wurden die Landesherren immer mächtiger. Ihre schier grenzenlose Macht sollte jeder auf den ersten Blick erkennen können. Deshalb ließen sich die Herrscher in ihre Residenzstädte grandiose barocke  Schlösser bauen. Die Schlösser stellten vielerorts in Sachen Pomp und Protz sogar die eindrucksvollen Kirchen in den Schatten, die seit dem Mittelalter die prächtigsten Gebäude in den Städten gewesen waren. Die Nachricht an das Volk war glasklar: von nun an steht der Landesherr über der Kirche.

Trotz ihrer beeindruckenden Größe war das Leben in den Barockschlössern oft recht beengt. Dort residierte nicht nur der absolutistische Herrscher mit seiner Familie, sondern auch unzählige Angehörige des niederen Adels sowie Verwalter, Köche, Dienstboten, Gärtner und so weiter und so fort. Ein Barockschloss bildete fast schon eine eigene kleine Stadt. Das größte Barockschloss der Welt steht in Versailles, nahe der französischen Hauptstadt Paris. Es soll 1.800 Zimmer haben. Im Vergleich dazu wirkt das „Barockschlösschen“ Schönbrunn in der österreichischen Hauptstadt Wien mit 307 Zimmern geradezu bescheiden.

Typisch barock: das Schloss Schönbrunn in Wien
Typisch barock: das Schloss Schönbrunn in Wien

 

 

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