zurück

Was ist eine Burg?

Burgen sind bewohnte oder unbewohnte Wehrbauten. Es gibt sie schon seit langem. Bereits die Germanen errichteten vor 2.000 Jahren Burgen. In eine Germanenburg konnten die Bewohner der anliegenden Siedlungen fliehen, wenn Gefahr drohte. Diese Burgen werden deshalb auch als Fluchtburgen bezeichnet.

Auch im Frühmittelalter gab es noch Fluchtburgen. Ein berühmtes Beispiel ist die Slawenburg von Raddusch. Andere frühmittelalterliche Burgen dienten Edelleuten als Wohnsitz, sicherten die Grenzen und kontrollierten ganze Landstriche. Burgen dieser Epoche waren oft von weitläufigen Erdwällen umgeben. Sie sollten Angreifer – zum Beispiel Wikinger – daran hindern, bis zu den Verteidigern vorzudringen. Die frühmittelalterlichen Wallanlagen machten sich auch die Baumeister des Hochmittelalters zunutze, indem sie auf die überkommenen Burganlagen einfach neue aufsetzten.

Das Hochmittelalter war die Blütezeit des Burgenbaus. Der König ließ Burgen ebenso fleißig bauen wie Adelige niederen Standes. Der Bau einer Burg war zwar kostspielig, doch konnte er sich schnell auszahlen, wenn ein profitabler Bauplatz gewählt wurde. Burgen entlang der Handelswege und Zollstationen stellten sicher, dass Fernhändler und andere Reisende kräftig abkassiert werden konnten, wenn sie passieren wollten.

Mit ihren Waffen und Befestigungsanlagen versprachen Burgen den Menschen Sicherheit, die in ihnen bzw. in ihrer Nähe lebten. Um die Burgen herum ließen sich zunehmend mehr Menschen nieder. Es entstanden komplette Burgstädte. Davon zeugen auch heute noch zahlreiche Städtenamen: Duisburg, Regensburg und Hamburg zum Beispiel.

Die Burg Kriebstein thront über dem Fluss
Die Burg Kriebstein thront über dem Fluss

 

 

banner_stadtgeschichtchen_artikelseite_groß