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Was sind Arbeiterwohnviertel?

Mit dem Einsetzen der industriellen Revolution zogen im 19. Jahrhundert Millionen Menschen zur selben Zeit vom Land in die Stadt, um dort in den neuen zu arbeiten. Hastig wurden Wohnsiedlungen für die Arbeiter in die Höhe gezogen. Die Unterkünfte waren dementsprechend meist recht schäbig, dunkel und ungesund.

Die Zuwanderung der Landbevölkerung in die Städte hielt jahrzehntelang an. Der Wohnraum in den Arbeiterwohnvierteln wurde immer knapper. Familien lebten auf engstem Raum. Selbst in den Kellern hausten Menschen. Einige konnten sich gar kein eigenes Dach über dem Kopf leisten. Deshalb war es üblich, dass Betten schichtweise vermietet wurden, zu jenen Zeiten also, in denen der Besitzer nicht gerade selbst darin schlief.

Manche Fabrikbesitzer bauten für ihre Arbeiterschaft eigene Wohnanlagen in der Nähe der Produktionsstätten. Dazu gehörte der Großindustrielle Alfred Krupp in Essen. In seiner Arbeiterwohnsiedlung, der Margarethenhöhe, fanden die Fabrikarbeiter angenehmere Lebensverhältnisse vor als anderswo – zu günstigeren Mietsätzen. Dafür zahlten sie in anderer Hinsicht einen hohen Preis: Der Fabrikbesitzer konnte nun auch das Privatleben der Arbeiter kontrollieren. Wer nicht spurte, der wurde entlassen und auf die Straße gesetzt – ein doppelter Schicksalsschlag!

Ganz schön eng: Arbeiterwohnhäuser in England
Sehr beengt: ein Arbeiterwohnviertel in England
Auch so können Arbeiterwohnhäuser aussehen: die Siedlung Margarethenhöhe in Essen
Auch so können Arbeiterwohnhäuser aussehen: die Margarethenhöhe in Essen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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