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Was sind künstliche Burgruinen?

Opas und Omas erzählen manchmal von der ‚guten alten Zeit‘. Sie glauben, dass manche Dinge in der Vergangenheit besser oder einfacher waren als im Hier und Jetzt. Doch erscheint die Vergangenheit oft nur deshalb schöner gewesen zu sein, weil sich Menschen lieber an Gutes erinnern und Unschönes verdrängen. Im Zeitalter des Barocks bewunderten die Menschen Burgruinen, weil sie als Zeichen der ‚guten alten Zeit‘ des vergangenen Mittelalters angesehen wurden. Allerdings standen nicht überall echte Burgruinen herum. Deshalb ließen sich reiche Fürsten künstliche Ruinen in ihre Parks und Gärten bauen – ein trügerischer Schein!

Die Menschen des Barockzeitalters waren bei Weitem nicht die einzigen, die vergangene Baustile nachahmten. Die Baumeister der Renaissance kopierten Vorbilder aus dem antiken Rom und aus Griechenland. Ebenso die Architekten des Klassizismus. Im Historismus wurden dann sämtliche Stile noch einmal aufgewärmt und mit romanischen, gotischen und barocken Elementen vermischt. Frei nach dem Motto: Besser gut geklaut als schlecht erfunden.

War schon immer kaputt: eine künstliche Burgruine
War schon immer kaputt: eine künstliche Burgruine

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