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Warum mussten im Mittelalter jede Menge Zölle gezahlt werden?

Vielleicht habt ihr schon einmal erlebt, wie eure Eltern am Flughafen oder an einer Landesgrenze Zoll bezahlen mussten. Zölle sind Geldzahlungen an den Staat. Sie werden fällig, wenn Waren eine festgesetzte Zollgrenze überschreiten. Solche Zollgrenzen gibt es innerhalb Europas kaum noch. Die Regierungen der meisten europäischen Staaten haben beschlossen, dass Waren ungehindert von einem anderen Land in ihr eigenes eingeführt werden dürfen.

Im Mittelalter mussten Reisende dagegen etliche Zölle bezahlen. Besonders teuer kam das Kaufleuten zu stehen. Entlang der großen Handelswege gab es zahlreiche Zollstationen. Natürlich konnten diese Zollstationen weitläufig umgangen werden. Das aber war verboten und wurde strengstens bestraft. Es bestand eine Straßenpflicht, die Handelsreisende dazu zwang, ihre Waren über zollpflichtige Wege zu transportieren.

In der Nähe großer Zollstationen wurden Burgen gebaut, um den Zollverkehr zu überwachen. Solche Zollburgen standen oft an ‚Nadelöhren‘, an denen tatsächlich kein Weg vorbei führte, wie zum Beispiel an Flussübergängen oder Bergpässen. Entlang der großen Wasserläufe gab es ebenfalls befestigte Zollstationen. Dort wurden Schiffer und Flößer zur Kasse gebeten. Aus heutiger Sicht ein hübsches Exemplar ist die Burg Pfalzgrafenstein mitten im Rhein.

In den Städten wurden Kaufleute abermals einen Batzen Geld los. Wer seine Waren auf den Märkten zum Kauf anbieten wollte, der hatte einen Marktzoll zu entrichten. Marktzölle wurden aber nicht nur in klingender Münze gezahlt. Sie konnten auch durch eine teilweise Abgabe der Handelsgüter entrichtet werden.

Mussten Handelsreisende im Mittelalter oft bezahlen: Zölle
Zölle: des einen Freud, des anderen Leid
Liegt mitten im Rhein: die Zollburg Pflazgrafenstein
Liegt mitten im Rhein: die Zollburg Pfalzgrafenstein

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