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Was sind Nomaden?

Nomaden sind Menschen, die nicht stets am selben Ort leben. Sie ziehen mit all ihren Habseligkeiten umher. Die meisten Menschen gaben bereits in der Jungsteinzeit ihr Nomadentum auf und wurden sesshaft. Seit der Einführung von Ackerbau und Viehzucht wohnt ein Großteil der Menschheit dauerhaft in Siedlungen, Dörfern und Städten.

Die wenigen Nomaden, die heute noch wandern, leben in Gegenden mit extremen klimatischen Bedingungen, etwa am Rande von Wüsten und in Steppen. Dort ist das Land nicht fruchtbar genug, um die Menschen das ganze Jahr hindurch mit Nahrung zu versorgen. Wer keinen Hunger leiden möchte, sobald der Boden nichts mehr hergibt, der sieht sich gezwungen, weiterzuziehen. Die meisten Nomaden leben heute als Viehhirten; sie folgen ihren Herden von Weideplatz zu Weideplatz.

Eine nomadische Lebensweise wurde in den vergangenen Jahrzehnten immer aussichtsloser. Zum Einen, weil viele Nomaden von Regierungen zur Sesshaftigkeit gezwungen wurden – wie die Inuit im kanadischen Teil der Arktis. Zum Anderen, weil klimatische Veränderungen den Nomaden die Lebensgrundlage entziehen. Dazu gehört beispielsweise die Desertifikation.

Ein altsteinzeitliches Nomadenlager
Ein Nomadenlager der Steinzeit
Ziehen durch die Steppe: Nomaden in Kirgisistan
Ein Leben lang unterwegs: Nomaden in Kirgisistan

 

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