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Wer hat nach dem zweiten Weltkrieg die Trümmer aufgeräumt?

Für die Zerstörung der Städte im zweiten Weltkrieg sind hauptsächlich Männer verantwortlich. Nach Kriegsende mussten dann aber auch Frauen bei der Trümmerbeseitigung mit anpacken. Die sogenannten Trümmerfrauen waren sicher sehr fleißig. Die weit verbreitete Meinung, Trümmerfrauen hätten die Städte mehr oder weniger alleine aufgeräumt, stimmt allerdings nicht. Trotzdem steht das Bild der Trümmerfrau wie kein anderes für den Wiederaufbau deutscher Städte, weil es Jahrzehnte lang in Büchern, Zeitungen und im Fernsehen geprägt wurde.  

Den größten Teil der Kriegsschäden haben Männer und Maschinen beseitigt. Da es sich um eine äußerst schwere Arbeit handelte, wurde sie von den Wenigsten freiwillig erledigt. Oft handelte es sich um eine regelrechte Strafarbeit. Nach dem Krieg wurden viele deutsche Männer von den Kriegsgewinnern zum Aufräumen verdonnert, weil sie sich an den Verbrechen der Nationalsozialisten beteiligt hatten. Während des Kriegs hatten Nationalsozialisten ihrerseits Gefangene und Zwangsarbeiter dazu gezwungen die Überbleibsel zerbombter Häuser wegzuschaffen. 

Keiner weiß genau, wie viele Tonnen Schutt durch die Hände der Trümmerfrauen, Gefangenen und Zwangsarbeiter wanderten. In einigen Städten könnt ihr euch aber einen Eindruck verschaffen, um welch unglaubliche Mengen es sich gehandelt haben muss. Es gibt Schuttberge, die aus den traurigen Resten zerstörter Städte aufgetürmt wurden. Einer davon ist der 40 Meter hohe Birkenkopf, oder Monte Scherbelino, in Stuttgart.

Eine Trümmerfrau bei der Arbeit
Eine Trümmerfrau bei der Arbeit
Die Spitze des Monte Scherbelino in Stuttgart
Die Spitze des Schuttbergs Monte Scherbelino in Stuttgart

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