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Wie hausten die Menschen in der Altsteinzeit?

Zu Beginn der Altsteinzeit lebten die Menschen kaum anders als die Tiere in ihrer Umgebung. Sie schliefen unter freiem Himmel oder fanden Zuflucht in Höhlen und unter Felsvorsprüngen. Da es nicht überall natürliche Unterschlüpfe gab, kamen findige Köpfe auf die Idee, sich selbst einen Schlupfwinkel zu fertigen. Als Baumaterial dienten wohl Äste, Strauchwerk, Tierhäute oder Knochen.

Die älteste nachgewiesene Behausung Europas glich einem Zelt mit schräg gestellten Ästen. Das altsteinzeitliche Bauwerk wurde vor etwa 400.000 Jahre errichtet. Es befand sich an der Stelle der heutigen südfranzösischen Hafenstadt Nizza.

Die Menschen der Altsteinzeit lebten als Nomaden. Sie hatten keinen festen Wohnsitz, sondern zogen ihrer Nahrung hinterher. Es ergab kaum Sinn, feste Behausungen zu errichten. Vielleicht fänden wir die altsteinzeitlichen Zelte klein und mickrig. Mag sein. Sie waren aber auch überaus praktisch. Wenn alle Tiere in Reichweite eines Lagers gejagt und der Boden abgeerntet war, dann konnten  die Zelte einfach abgebaut oder zurückgelassen werden. Diese Praktik bewährte sich und wurde über hunderttausende Jahre hinweg kaum verändert. Erst in der Jungsteinzeit wurden die Menschen sesshaft und fertigten die ersten festen Wohnstätten.

Sahen so oder so ähnlich aus: altsteinzeitliche Asthütten
So ähnlich sahen altsteinzeitliche Zelte aus

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