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Wie sieht eine orientalische Altstadt aus?

In einer orientalischen Altstadt könnt ihr euch leicht verlaufen. Rechts und links der Hauptstraße findet ihr euch schnell in einem Gewirr verschlungener Gassen und Sackgassen wieder. Die alten Häuser stehen dort in kleinen Gruppen so dicht aneinandergedrängt, dass kaum zu erkennen ist, wo ein Haus anfängt und wo das nächste aufhört.

Das Häusergewirr einer orientalischen Altstadt mag für uns Europäer aussehen wie ein zufällig entstandenes Labyrinth. Für die Alteingesessenen ergibt dieses Durcheinander aber durchaus Sinn. Die Abgeschlossenheit der einzelnen Sackgassen und Hausgruppen ist beabsichtigt. Während die Hauptstraßen bereits seit Jahrhunderten als öffentliche Bereiche angesehen werden, gelten in den engen Sackgassen ähnliche Regeln wie Zuhause. Wer die Sackgasse verlässt, der hat sich anders zu verhalten und zu kleiden. Im Mittelalter war das Straßenlabyrinth außerdem ein wirksamer Schutz vor Feinden. Angreifer verirrten sich in dem Wirrwarr ebenso wie heute die Touristen.

Die Medina (Altstadt) von Fes in Marokko
Die Medina (Altstadt) von Fes in Marokko
Ein Modell der Altstadt von Aleppo
Ein Modell der Altstadt von Aleppo in Syrien

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