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Was ist sozialer Wohnungsbau?

Wenn Menschen in einer Wohnung leben, die ihnen nicht selbst gehört, dann müssen sie Miete an den Wohnungseigentümer zahlen. Wenn sie eine eigene Wohnung kaufen, dann wird keine Miete fällig. Stattdessen muss der Käufer sein Eigenheim meist über Jahre oder sogar Jahrzehnte teuer abbezahlen. Wohnen kostet immer Geld – für manch einen zu viel Geld! Für Menschen, die sich keine Wohnung auf dem freien Wohnungsmarkt leisten können, gibt es den sozialen Wohnungsbau.

Beim sozialen Wohnungsbau fördert der Staat den Bau von Wohnraum, der bedürftigen Personen für wesentlich weniger Geld überlassen wird, als es normalerweise üblich ist. Das ist wichtig. Schließlich sollte niemand obdachlos werden, nur weil er ärmer ist als die meisten anderen Menschen. Der soziale Wohnungsbau kann aber auch zu Problemen führen, vor allem dann, wenn in einem Stadtgebiet sehr viele Sozialwohnungen eng beieinander liegen.

Das enge Zusammenleben vieler bedürftiger Menschen kann zu einer Kettenreaktion von Nachteilen führen. Kindern aus armen Familien mangelt es prozentual häufiger als wohlhabenderen Kindern an einer guten Schul- und Berufsausbildung sowie an einer ausreichenden Gesundheitsvorsorge. Bei diesen Startbedingungen lässt sich kaum ein guter Job finden; ein Ausbruch aus der Armut ist schwierig. Wer benachteiligt ist, wird unzufrieden, und wer unzufrieden ist, der wird eher gewalttätig, kriminell oder drogenabhängig. Wenn sich in einer Nachbarschaft armutsbedingte Probleme konzentrieren, dann kann dort ein sogenannter sozialer Brennpunkt entstehen.

Von außen nicht zu erkennen: sozialer Wohnungsbau
Von außen nicht zu erkennen: sozialer Wohnungsbau

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