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Was sind Hausbesetzer?

In vielen Städten gibt es Hausbesetzer. Hausbesetzer ziehen in leer stehende Gebäude, die ihnen nicht selbst gehören. Sie fragen die Besitzer nicht um Erlaubnis und zahlen keine Miete. Natürlich ist das verboten und wird nach Möglichkeit bestraft. Manchmal wird ein Haus von Obdachlosen besetzt, die auf legalen Wegen keine Unterkunft finden können. Auch Menschen, die von Gentrifizierung betroffen sind, entscheiden sich hin und wieder dazu, ein Haus zu besetzen. Das passiert vor allem in Städten, in denen Wohnraum knapp und teuer ist.

Einige Hausbesetzer verstoßen bewusst gegen das Gesetz, um gegen den Besitzer des Hauses, gegen gesellschaftliche Regeln oder gegen die Stadtpolitik zu protestieren. Sie finden es zum Beispiel ungerecht, dass manchmal Wohnhäuser abgerissen werden, obwohl sie noch in einem bewohnbaren Zustand waren. Schließlich gibt es Menschen, die kein Dach über dem Kopf haben, und die sich über eine Wohnung freuen würden.

Das Leben als Hausbesetzer ist nicht unbedingt komfortabel. Leer stehende Gebäude sind meistens nicht mehr an das Stromnetz angeschlossen; frisches Trinkwasser aus dem Wasserwerk fließt höchst selten aus den Wasserhähnen. Außerdem gibt es regelmäßig Ärger mit der Polizei.

Eingang in ein besetztes Haus
Eingang in ein besetztes Haus

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