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Wer hat den Zebrastreifen erfunden?

Zebrastreifen markieren Fußgängerüberwege und sehen fast überall auf der Welt gleich aus – schwarz-weiß gestreift, wie ein Zebra eben.

Das Streifenmuster verdanken wir den Römern. Bereits in der Antike gab es Straßen für Fahrzeuge und daneben Bürgersteige für Fußgänger. Die Bürgersteige lagen auch damals erhöhter als die Straße. Die Anhebung schützte die Fußgänger vor rücksichtslosen Kutschern: die Fuhrmänner mussten mit ihren Fahrzeugen unweigerlich in der vorgesehenen, tiefer liegenden Spur bleiben. Damit die Fußgänger die Fahrbahn ebenso gefahrlos überqueren konnten, platzierten die römischen Straßenbauer an ausgewählten Stellen parallel liegende Trittsteine. Zwischen den Trittsteinen befand sich eben so viel Platz, wie die Räder einer Kutsche benötigten. Die Trittsteine zwangen die Wagenlenker sowohl zu einer langsamen Fahrt als auch zu erhöhter Aufmerksamkeit – beste Voraussetzungen für einen sicheren Verkehr! Stellt euch die Trittsteine weiß und die Rillen dazwischen schwarz vor – fertig ist der Zebrastreifen.

Heute müssen Autofahrer an einem Zebrastreifen unbedingt anhalten, wenn ein Fußgänger, ein Fahrradfahrer oder ein Rollstuhlfahrer die Straßenseite wechseln will. Hält ein Autofahrer nicht an und wird bei einer Verkehrskontrolle erwischt, muss er mit einer Strafe rechnen.

Uralter römischer Zebrastreifen im italienischen Pompeii
Ein uralter römischer Zebrastreifen im italienischen Pompeji

 

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