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Warum werden Siedlungen in eiskalte Polargebiete gebaut?

Im eiskalten Norden unserer Erde gibt es nur sehr wenige Menschen. Aber immerhin, es gibt sie! Das ist nicht selbstverständlich, weil das Klima so nahe am Pol extrem ist: kalt und stürmisch. Warum sollten sich Menschen freiwillig in einem so unwirtlichen Teil der Erde ansiedeln?

Hoch im Norden, im Polargebiet, leben schon seit sehr langer Zeit Menschen, zum Beispiel in Grönland. Als das Volk der Inuit Grönland vor etwa 5.000 Jahren erreichte, da war es dort noch etwas wärmer als heute. Der Kampf ums Überleben war noch nicht ganz so hart. Im Laufe der Zeit wurde es immer kälter. Die Inuit blieben  trotzdem. Durch ihre nomadische Lebensweise kamen die geschickten Jäger und Fischer auch mit den rauen Lebensbedingungen zurecht. Heute leben die Inuit in Siedlungen – allerdings nicht ganz freiwillig.

In den letzten hundert Jahren haben sich die Menschen in den Polargebieten hauptsächlich dort angesiedelt, wo das Land reich an Bodenschätzen ist. Unter den polaren Bergbausiedlungen gibt es sogar eine Großstadt. Das russische Norilsk hat immerhin 200.000 Einwohner. Die meisten Norilsker sind damit beschäftigt, Steinkohle, Kupfer, Kobalt, Nickel und kostbare Erze aus der eiskalten Erde zu graben und zu verarbeiten.

Ziemlich bunt: eine Inuitsiedlung in Grönland
Ziemlich bunt: eine Inuitsiedlung in Grönland
Gilt als nördlichste Großstadt der Erde: Norilsk in Russland
Gilt als nördlichste Großstadt der Erde: Norilsk im russischen Polargebiet

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