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Warum wird China so rasend schnell urbanisiert?

In China lebte im Jahre 1980 nur jeder fünfte Mensch in einer Stadt. 2012 war bereits jeder zweite Chinese ein Stadtbewohner, und 2025 wird voraussichtlich nur noch jeder dritte Chinese auf dem Land wohnen. Die rasend schnelle Urbanisierung des Landes ist von der Regierung erwünscht, weil sie dem wirtschaftlichen Aufschwung von ganz China zugute kommt. Schließlich wird das große Geld in großen Städten verdient – nicht in Bauerndörfern und Kleinsiedlungen.

China verändert sich so rasend schnell, dass es dem einen oder anderen schwerfällt, seinen Augen zu trauen. Wo noch vor fünf Jahren Lehmhütten und Reisfelder die Landschaft prägten, da ragen heute Hochhäuser, Einkaufszentren, Bürogebäude und Fabriken in den Himmel. In kürzester Zeit entstehen neue Großstädte mit allem Drum und Dran.

Viele Chinesen finden es großartig, dass die Regierung die Urbanisierung ihrer Heimat vorantreibt. Andererseits gibt es auch Stimmen, die danach fragen, ob manch eine Veränderung nicht doch etwas übereilt ist. Wenn eine neue Stadt entsteht, dann werden allzu oft alte Siedlungen mit ihren jahrhundertealten Gebäuden verdrängt. Bei jedem Schaufelhieb eines Baggers geht ein Stück Geschichte unwiederbringlich verloren. Außerdem verlieren Millionen Menschen innerhalb kürzester Zeit ihre angestammte Heimat. Ihr müsst bedenken: Nicht jeder ist gleichermaßen für das Stadtleben geschaffen.

Was für ein Kontrast: alte und neue Wohnhäuser im chinesischen Shanghai
Welch ein Kontrast: alte und neue Häuser in China

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