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Wie sieht ein altes orientalisches Haus aus?

Alte orientalische Wohnhäuser haben zur Straße hin kaum Fenster. Stattdessen verdecken geschnitzte Holzgitter die Öffnungen in der Fassade. Diese Holzgitter werden Maschrabiyya genannt. Sie schützen vor grellem Sonnenlicht und vor den Blicken allzu neugieriger Nachbarn. Das ist wichtig, weil die Häuser in einer orientalischen Altstadt ziemlich dicht nebeneinander stehen. Die Bewohner können nach draußen schauen, ohne selbst gesehen zu werden, und durch die Gitterstäbe weht in der Nacht ein kühler Luftzug. Richtige Fenster, wie wir sie in Deutschland kennen, gibt es manchmal auch. Sie zeigen in Richtung eines abgesperrten Innenhofs, der von soliden Mauern umgeben ist. 

Die Hauswände sind bei einem alten orientalischen Bauwerk ziemlich mächtig. Dicke Steinmauern können die Kälte der Nacht länger speichern als dünne, und die Tageshitze dringt nicht so schnell in die Räume. Manche Hauswände sind auch aus Lehm gemacht. Lehm schützt sogar noch besser vor der Hitze. Eine teure Klimaanlage braucht dort niemand! 

Alte Häuser im syrischen Damaskus
Alte Häuser im syrischen Damaskus