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Was ist Vertical Farming?

Noch zur Zeit eurer Urgroßeltern erzeugten viele Menschen einen Teil ihrer Nahrung selbst. Damals war es durchaus üblich, dass im Garten hinterm Haus Obst und Gemüse für den Eigenbedarf angepflanzt wurden. In Zeiten des Mangels, zum Beispiel nach dem Zweiten Weltkrieg, ging es denen am besten, die sich selbst versorgen konnten.

Heute ist es üblich, die eigene Nahrung im Supermarkt einzukaufen. Die meisten Stadtbewohner wissen daher kaum, woher ihr Essen stammt. Daran stören sich immer mehr Städter. Sie wollen ihr Obst und ihr Gemüse wieder selber anbauen, möglichst in der Nähe ihrer Wohnung. Einige Stadtgärtner legen in Hinterhöfen, auf Balkonen und Dächern Beete an. Für eine ertragreiche Ernte reichen diese winzigen Grünflächen aber nicht aus – noch nicht!

In der der Zukunft könnte es üblich werden, dass Stadtbewohner einen erheblichen Teil ihrer Nahrung selbst produzieren und dadurch ihren ökologischen Fußabdruck verkleinern. Vielleicht wachsen zukünftig Felder, Beete und Weiden an den Hauswänden in die Höhe. Die ersten Pläne für solch platzsparende Wandgärten existieren schon heute. Einen passenden Namen gibt es auch: Vertical Farming (englisch vertical = senkrecht, farming = Landwirtschaft).

In der Zukunft lassen sich Architekten vielleicht noch andere faszinierende Konstruktionen einfallen; zum Beispiel Häuser, die wachsen wie Bäume, bionische Bauwerke, gedruckte Gebäude, Häuser mit Algenwänden, schwimmende Städte und Bauwerke, die ziemlich schlau sind

Vertical farming: Gärten an der Hauswand
Vertical farming: Gärten an der Hauswand

 

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